Archiv der Kategorie: IT

Nein, ich war das nicht

Ein Spammer hat sich mal wieder an mich erinnert. Und hat dafür gesorgt, dass ich das merke. Er pflanzte nämlich meine Mailadresse ins «From» (oder «Envelope-from» oder «Reply-to») seiner idiotischen Spam-Mails. Resultat: Einige Dutzend Bounces und Abwesenheitsmeldungen. Ich hoffe, es flattern nicht auch noch Mails von erbosten Usern rein, die das Gefühl haben, der Mist stamme von mir.

Bounces zu Spam, den ich gar nicht selbst verschickt habe

Bounces zu Spam, den ich nicht verschickt habe

Jeder kann jede beliebige Mailadresse ins «From» setzen. Hierfür braucht man nicht einmal den zugehörigen Account zu «hacken». Die Adresse zu kennen reicht völlig. Und genau das tun Spammer: Sie haben eine Liste mit vielen tausend Adressen und picken sich eine davon fürs «From» heraus. Diesmal meine – morgen vielleicht Deine.

Mein Hoster war jetzt so freundlich, für meine Domain einen SPF-Eintrag zu erstellen. Das erschwert das Abkippen von Spam unter missbräuchlicher Verwendung meiner Absenderadresse.

Werbung à la Scareware in Android-Apps

Für Android-User ist es normal, für die meisten Apps nicht zu bezahlen – jedenfalls nicht mit barer Münze. Google Play gibt genug her. Bisher gibts keine Anwendung, die ich für wichtig genug gehalten hätte, um sie fürs Smartphone in einer werbefreien Version zu kaufen. Die wichtigsten Produktiv-Apps gibt es sogar werbefrei.

Beispiel eines Scareware-Ads in einem Game aus Google Play

Also bezahlt man als Android-User mit dem Ertragen von Werbung (Ads) in den Apps; sogar dann, wenn sie blöd herumblinken und mit wirklich dämlichen Inhalten daherkommen. In Games erscheinen bei Level-Ende auch Interstitials mit Werbung. Wir Android-User tragen’s mit Fassung und klicken sie weg.

Was aber meiner Meinung nach überhaupt nicht akzeptabel ist, sind Ads, die im Scareware-Stil daherkommen. Im von mir sonst geschätzten Game «Dragon Gem» tauchten vor ein paar Tagen anstelle der bisher gewohnten Banner für irgendwelche Food-Lieferanten, Mode- oder Spielzeugartikel plötzlich Ads im Scareware-Stil auf. Genau jener Mist, den wir auch von einigen Webseiten kennen. Jene Bullshit-Werbung, die so gestaltet ist, dass arglose BenutzerInnen sie für echte Schädlingswarnungen halten.

Was beim Anklicken solcher Ads auf einem (Windows-)PC passiert, wissen wir: Die Nutzer landen auf dubiosen Webseiten, die angebliche Virenscans durchführen und die gefundenen (nicht wirklich vorhandenen) Computerviren gegen Bares entfernen. Diese Masche nennt man Scareware (von engl. «to scare», verängstigen). Die besonders dreisten Abzocker holen sich bei den leichtgläubigen AnwenderInnen per Popup die Erlaubnis ein, bestimmte Scripts auszuführen – womit dann echte Malware auf dem PC landet.

Wohin mich das oben abgebildete Banner im Scareware-Stil beim Drauftippen bringen würde, weiss ich nicht. Es ist ja nur ein Banner, das so aussieht, als handle es sich um eine Schädlingsmeldung. Es dürfte den User aber dennoch zum zweifelhaften Angebot eines unseriösen Unternehmens führen. Solche Werbemethoden sind missbräuchlich, weil irreführend, betrügerisch und beleidigend. 

Meine Bitte an Google: Ändert Eure Policy in Bezug auf In-App-Werbung. Wer bei Google Play eine App reinstellt, soll sich dazu verpflichten, von Scareware-artigen Ads Abstand zu nehmen. Und die User sollen bitte eine einfache Möglichkeit haben, Scareware-Ads zu melden.

Kein seriöses Unternehmen hat solche Werbung nötig.